Burn-Out


Der Begriff „Burn-out“ kommt aus dem Englischen und beschreibt ein Krankheitsbild, das sich in erster Linie in Folge einer langandauernden stressbezogenen Belastungsphase entwickelt. Der Begriff wird nach der ICD-10-Diagnosenverschlüsselung nicht als psychische Erkrankung eingeordnet, sondern lediglich als Begleiterkrankung bzw. Begleitsymptomatik einer psychischen Erkrankung gewertet.

Die Burn-out-Erkrankung ist eine Folge der leistungsorientierten Gesellschaft. Der Begriff hat sich erst im Laufe der letzten 30 Jahre in unserer Arbeitswelt im Zuge zunehmender Arbeitsverdichtung und Doppelbelastung durch Kariere und Familie etabliert.

Das im Kontext mit der Burn-out-Erkrankung stehende Stressmodel hat ihren Ursprung im Industriezeitalter.

Der Begriff Stress kommt aus der Technik und wurde 1956 von dem Engländer Selye entwickelt. Zugrunde liegt dabei eine Stressreaktion in Form einer charakteristischen Abfolge der Reaktionsstadien während eines Stress-Vorgangs: Stressreaktion, Alarmreaktion, Erschöpfung. Zusammenfassend auch „Adaptationssyndrom“ genannt.

Die Adaptationsreaktion gerät aus den Fugen, wenn es das Gleichgewicht verliert, die Alarm-Reaktion zeitlich zu lange anhält und nicht rechtzeitig in die Erschöpfung bzw. Entspannung mündet, um daraus wieder Regeneration bzw. Erholung zu schöpfen.

Die zur Erkrankung führenden Stressoren können sowohl ihre Ursachen in einer extremen Arbeitsverdichtung am Arbeitsplatz als auch in Folge eines langanhaltenden Beziehungskonfliktes auftreten.

Der Patient fühlt sich energie- und antriebslos, kraft- und freudlos. Lebensfreude und

Begeisterungsfähigkeit sind massiv reduziert. Es fehlt an Belastbarkeit für die kleinsten Herausforderungen des Alltags. Das Arbeitspensum, früher gut gemeistert, wird zur Extrembelastung. Die Partnerschaft ist in Mitleidenschaft gezogen.

Wir sprechen von einer geschwächten Resilienz. Die Burn-out-Therapie ist darauf ausgerichtet, die Resilienz zu stärken, das Anpassungskonzept zu verbessern, damit der betroffene Patient sich seinen beruflichen als auch privaten Aufgaben wieder voll widmen kann.

Die Entstehung einer Burn-out-Erkrankung hängt letztendlich von der individuellen Stressbelastbarkeit und Anpassungsfähigkeit des Menschen ab. Diese wiederum ist abhängig von seiner individuell ausgebildeten Resilienz und steht im Kontext mit seiner frühen als auch späteren Entwicklung. Dass aber eine bestimmte Belastungs-Situation für einen bestimmten Menschen in eine Stress-Situation mündet hängt von folgenden Kriterien ab:

  1. Persönlichkeit und Lebensgeschichte
  2. Beziehung zur Umwelt
  3. Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen
  4. Fähigkeit Gefühle und Bedürfnisse zu äußern.

Angesichts dieser 4 Faktoren wird deutlich, dass wir durch unser Verhalten, unsere Beziehung zur Umwelt und unsere Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen, Einfluss auf die Entstehung einer Burn-out-Erkrankung nehmen können.

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